Hochloma ist ein traditionelles, russisches Kunstgewerbe, das im 17. Jahrhundert (also vor rund 250 bis 300 Jahren) in Savolshje entstand. Hochloma war ursprŸnglich der Name eines gro§en Handelsdorfes. Alle Meister dieser Kunst aus den umliegenden Dšrfern brachten ihre Erzeugnisse in das Dorf, das diesem Kunsthandwerk in spŠteren Jahren den Namen gab: "Hochloma". Ziemlich genau zur gleichen Zeit fand in Ru§land quasi eine (bildlich gesehene) Wiedergeburt statt. Denn das Vaterland hatte es nach langem hin und her fertiggebracht, das tatarisch-mongolische Joch endlich von seinen Schultern abzuwerfen. Schon sehr bald begann man mit dem Wiederaufbau der Klšster und der Kirchen, die von den rŸcksichtslosen tatarisch-mongolischen Horden zerstšrt wurden. Die von ihren Hšfen vertriebenen Bauern waren fast alle orthodoxe AltglŠubige. Sie waren vor diesen rohen Horden in die umliegenden WŠlder geflŸchtet. Nachdem diese Ru§land endlich wieder verlassen hatten, kamen die geflŸchteten Bauern so nach und nach aus ihren Schlupfwinkel wieder heraus. Die in dieser Region lebende Leute waren sehr arm. Deswegen war das Volkskunsthandwerk, Hochloma, fŸr sie eine besonders gute Geldquelle, denn von irgendetwas mu§ten die Leute schlie§lich leben. Das nunmehr fŸr viele Leute neue Kunsthandwerk hatte die hundertjŠhrigen Traditionen der Ortsbewohner und der Neusiedler, besonders die der orthodoxen AltglŠubigen, miteinander vereint. Das Kunstgewerbe entwickelte sich fortwŠhrend weiter. Zum Beginn des 20. Jahrhunderts konnte man das Kunsthandwerk, Hochloma, in jeder einheimischen und auslŠndischen Ausstellung bewundern. Als die Weltausstellung von Paris zu Ende war, war der Export von Hochloma in verschiedenen asiatischen, europŠischen und in vielen anderen LŠndern rasch angestiegen. Deutsche, englische, franzšsische und indiÐsche Handelsfirmen hatten sich darum gestritten, wer die grš§ere Menge aufkaufen durfte. Ein besonders einfallsreiches deutsches Unternehmen stellte Holztassen her, die sie fŸr Hochloma ausgaben.